Das Transportgut: Mensch

erschienen bei dekoder.org am 30. Oktober 2026

Das KZ-System der NS-Zeit ernährte sich davon, die Häftlinge für jede anstehende Zwangsarbeit ständig von A nach B zu transportieren. Der Mensch wurde zur Fracht, zur Nummer, zum Verbrauchsmaterial für die Bauvorhaben der Nationalsozialisten und vor allem für die Rüstungsproduktion. Im dekoder-Projekt „Der Krieg und seine Opfer“ ist in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ein Text erschienen, der dieses perfide System greifbar macht – sowohl von Täterseite als auch, und das besonders eindrücklich, von Seiten der betroffenen Häftlinge. Dies geschieht über Einblicke von Zeitzeugen, Dokumenten und historischen Fotos. Viele Aspekte des KZ-Systems werden vermittelt, die vielen Menschen in Deutschland bis heute wenig bekannt sind: wie die Eisenbahn es ermöglichte, die Massen an Menschen nach Gutdünken für die Zwangsarbeit hin- und herzukarren, wie sehr dies an den Bahnhöfen unter den Augen der Öffentlichkeit geschah und wie die Nationalsozialisten in den Tagen der Befreiung durch die Alliierten versuchten, ebenfalls über die Eisenbahn, die verbliebenen Häftlinge wegzuschaffen. Diese letzte Etappe, die sogenannten Todesmärsche, überlebten viele nicht.

Es hat mich sehr gefreut, dass ich diesen wichtigen Text zum Abschluss des Projektes redaktionell begleiten dürfte. Bitte lest ihn: „Das Transportgut: Mensch“.